Augsburg

In der Augsburger Fuggerei

Meine Heimatstadt ist für mich die schönste Großstadt Deutschlands. Natürlich bin ich da nicht ganz objektiv, da ich unheimlich gerne in Augsburg lebe und arbeite, aber ich möchte in dieser Serie an Beiträgen versuchen zu zeigen, dass ich nicht (kaum) übertreibe.

Neben über 2000 Jahren Stadtgeschichte (Gründung 15. v. Chr.) war Augsburg Schauplatz des wohl wichtigsten außenpolitischen Ereignisses der Ottonenzeit (Lechfeldschlacht 955). Das gesamte Mittelalter profitierte die Stadt von ihrer enorm verkehrsgünstigen Lage gen Italien (Via Claudia/Lech). Auch deshalb entwickelte sich die Stadt während des 15. und 16. Jahrhunderts zu einem der wichtigsten Zentren Europas, auf Augenhöhe mit London oder Paris. Untrennbar ist diese Zeit mit Namen wie Jakob Fugger dem Reichen, Bartholomäus V. Welser, Elias Holl, Konrad Peutinger oder Kaiser Maximilian I. verbunden.

Viele Reichstage des 16. Jahrhunderts fanden in Augsburg statt, etwa 1518, 1530 oder 1555 und durch den Besuch von Martin Luther 1518, die Confessio Augustana von 1530 und den Augsburger Religionsfrieden von 1555 ist die Stadt bis heute einer der wichtigsten Orte der Reformation in Deutschland.

Nachdem die Stadt dann während des 30 jährigen Krieges 1618-1648 deutlich an Bedeutung verloren hatte, hat sie im Juli 2019, als die historische Wasserwirtschaft Augsburgs zum UNESCO-Weltkulturerbe ernannt wurde, ein ganz neues Kapitel ihrer Geschichte aufgeschlagen.

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