Alberobello

In den Gassen Alberobellos

Der Vollständigkeit halber darf natürlich auch diese Destination in einer Beschreibung Apuliens nicht fehlen, auch wenn Sie wahrscheinlich die mit Abstand meist besuchte ist und mehr wie eine Kulisse als wie ein tatsächlicher Ort wirkt. Damit reden wir nun vom UNESCO-Weltkulturerbe Alberobello. Bekannt ist die zwischen Monopoli, Fasano und Martina Franca gelegene Stadt vor allem für ihre Trulli-Bauten. Diese Kegelbauten folgen dem Prinzip alter Hirtenhäuser, die mit weißen getünchten Wänden meist einen runden oder quadratischen Grundriss aufweisen und deren Dach kegelförmig mit Kalksteinplatten gebildet wird. Diese Bauweise wurde laut einer Legende vor allem während des 17. Jahrhunderts forciert, um geltende Steuergesetze des Königreichs Neapel zu umgehen. Denn diese Häuser waren durch ihre Bauweise auch wieder leicht abzubauen. Somit konnte man dem Steuereintreiber vorgaukeln, Alberobello sei gar keine richtige Siedlung und damit auch nicht steuerpflichtig.

Leider ist das historische Alberobello heute wie beschrieben, mehr Kulisse als tatsächlich bewohnte Stadt, sodass fast jeder Trullo, vor allem entlang der Hauptwege, zu einem Restaurant, einem Souvenirladen, einer Bar oder einem anderweitigen Verkaufsgeschäft umfnktioniert wurde. Damit ist Alberobello zum Beispiel das genaue Gegenteil von Matera, wo man aktiv die Wiederansiedelung von Menschen im historischen Kern forciert. Daher bietet sich ein Besuch vor allem außerhalb der Hauptferienzeiten, zum Beispiel vor Pfingsten, an, um sich nicht in Touristenkolonnen durch den Ort zu zuckeln. Auffallend ist auch die hohe Zahl an Likörläden in der Stadt, die sich in der Quantität des Angebot aber häufig kaum unterscheiden, gerne aber in der Qualität. Das macht das Finden der wirklich guten Liköre, die den eigenen Geschmack treffen, schwierig und schlecht mit einer direkt anschließenden Weiterfahrt per eigenem Auto vereinbar.

Sant’Antonio im Viertel Rione Monti

Wenn man durch Alberobello den Hügel nach oben gegangen ist, erreicht man dort eine ebenfalls im Stile der Trulli errichtete Kirche. Sant‘ Antonio di Padova wurde zwischen 1926 und ’27 im Stadtviertel Rione Monti errichtet und weißt den Grundriss eines griechischen Kreuzes auf.

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