Wanderung zum Finailhof

Startpunkt am Vernagter Stausee

Die Wanderung zum Finailhof ist sowohl im Frühjahr, als auch im Herbst, eine landschaftlich sehr schöne Tour im hinteren Schnalstal. Da es keine ausgesetzten Stellen gibt, ist sie auch gut für Kinder geeignet, gerade aber wenn man den großen Rundgang macht, wie ich ihn beschreibe, sollte man eine gute Kondition mitbringen.

Direkt am Vernagter Stausee auf 1689 m gibt es mehrere Parkmöglichkeiten. Von hier überquert man die Staumauer und folgt in einem steten Auf und Ab dem Südufer des Stausees. Dabei kommt man auch am „Ablauf“ des Sees vorbei, den man oben im Bild links erkennen kann.

Unsere tierischen Begleiter

Während wir entlang des Südufers unterwegs waren, haben sich einige sehr hartnäckige Begleiter unserer Gruppe angeschlossen. Dabei sollte man aber bitte stets darauf achten, einigen Abstand zu wahren und die Tiere nicht zu streicheln. Wir Stadtmenschen können nicht abschätzen, wie die Tiere reagieren werden, und leider haben Wanderer auch schon tödliche Begegnungen mit Kühen gehabt.

Nach einiger Zeit verlässt man den Wald, überquert den Schnalser Bach und muss dann noch einige hundert Meter der Straße nach rechts folgen, ehe man dann wiederum links der Markierung „8“ folgend einen Wanderweg betritt.

Der Weg führt dann fast bis zum Finailhof durch einen lichten Lärchenwald, der immer wieder wunderschöne Ausblicke auf die umliegende Berglandschaft und den Stausee ermöglicht.

Der Finailhof

Der Hof liegt auf 1973 m und war bis 1967 der höchstgelegene bewirtschaftete Kornhof Europas. Bereits seit 1290 nachweisbar, stammt das heutige Hauptgebäude aus dem Übergang des 15. zum 16. Jahrhundert, die Innenausstattung, etwa die Stube, dürfte überwiegend aus dem 19. Jahrhundert stammen.

Wenn es die Möglichkeit gibt, sollte man hier unbedingt eine ganz besondere Süßspeise essen: Die Finailer Schneemilch. Dieses frühere Festtagsgericht besteht aus Weißbrot, das mit Zuckerwasser und Zitronensaft getränkt wird. Dann werden Rosinen, Korinthen und Pinienkerne zugegeben, ehe es eine mit Zimt bestäubte Sahnehaube erhält.

Auch die Fleischwaren stammen alle aus hofeigener Produktion.

Vom Finailhof sollte man nicht weiter der Markierung „8A“ folgen, sondern sobald als möglich auf den Weg „7“ ausweichen, der zwar etwas länger ist, aber landschaftlich schöner und zudem an den historischen Raffeinhöfen und dem Tisenhof vorbeiführt. Auch der Tisenhof ist bereits seit 1306 nachweisbar und Teile der Innenaustattung reichen bis ins Jahr 1782 zurück.

Wenn man nach der Wanderung das Schnalstal wieder verlässt, rentiert sich ein Zwischenhalt am Vinschger Bauernladen direkt unter Castel Juval an der Hauptstraße.

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