Winterzauber

Am Fronhof Augsburg

Am 06.01.2021 war es endlich mal wieder soweit. Auch nach Augsburg hatte sich ein bisschen Schnee verirrt und die Stadt hatte wieder ein klein wenig weißen Winterzauber zu bieten. Da Schnee in den letzten Jahren dank des Klimawandels aber immer seltener geworden ist und meist auch nur wenige Stunden, vielleicht mal zwei/drei Tage liegen bleibt, muss man sofort raus und dieses Ereignis festhalten. Aufgrund der Corona-Einschränkungen und des Feiertages (Heilige Drei Könige) lag über allem eine relative Ruhe.

In meinen Augen einer der (vielen) Vorteile meiner Heimatstadt ist, dass man nicht groß rausfahren muss, um etwas Natur erleben zu können, sondern allein entlang des Augsburger Stadtgrabens bereits einige wunderschöne Ecken zu Fuß erreichbar sind. Natürlich bewegen wir uns immer noch in einer Großstadt und nicht im Wald, aber ich kenne wenige Städte mit ähnlich vielen Einwohnern (knapp über 300.000), die im Bereich der Altstadt so viele und weitläufige Grünanlagen und Naturbereiche haben, wie Augsburg.

Als unverbesserlichem Kulturliebhaber und speziellem Enthusiasten für unseren Dom, mussten wir natürlich auch einen Abstecher über den Hofgarten, Fronhof und den Dom (zumindest von Außen) machen. Zudem begegnet man auf diesem Weg weniger Menschen und kann wegen der weitläufigen Anlage auch gut Abstand halten, was in den heutigen Tagen sicherlich nicht von Nachteil ist.

Der Rathausplatz

Auch in Coronazeiten, in denen es keinen Christkindlesmarkt geben konnte, wurden zumindest wieder der Weihnachtsschmuck, der große Christbaum und der Adventskalender am Verwaltungsgebäude aufgebaut/eingerichtet, um ein gewisses Maß Normalität zu simulieren. Das ganze bei Dunkelheit, beleuchtet und mit Weihnachtsmarkt, inklusive der Gerüche nach Würstchen, heißen Maronen, Glühwein und gebrannten Mandeln muss man aber selbst erlebt haben.

Auch im Winter besonders stimmungsvoll ist ein Spaziergang durch das verschneite Lechviertel mit seinen kleinen Kanälen und den teils noch erhaltenen mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Handwerker- und Bürgerhäusern.

Wie sehr aber nicht nur die Häufigkeit des Schneefalls in Augsburg, sondern auch dessen Menge zurückgegangen sind, fällt auf, wenn man sich meine Bilder von vor 15 Jahren anschaut, die damals noch relativ normal waren.

Am besten kann man den Unterschied aber wohl daran festmachen, wenn man den selben Ort damals und heute gegenüberstellt. An unserem Teil des Stadtgrabens konnte man in meiner Kindheit noch jedes Jahr mit Schlittschuhen auf den zugefrorenen Graben oder Eishockey spielen. Mittlerweile friert der Graben in fast keinem Jahr mehr überhaupt zu, geschweige denn so, dass das Eis dick genug würde, Menschen tragen zu können.

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