Roms Umland, Ostia Antica

Das Theater von Ostia Antica

So beeindruckend Rom ist, so atemberaubend seine Kulturschätze sind, so ermüdend sind die Menschenmassen, die sich gerade in den wärmeren Monaten des Jahres durch die Straßen und Gassen der Stadt ergießen. Daher tut es bei jedem längeren Aufenthalt in der Ewigen Stadt wirklich gut, diese für einen Tag zu verlassen. Daher kann ich einen Ausflug nach Ostia Antica, den ehemaligen Mittelmeerhafen der Antike wirklich empfehlen. Gerade da dieser für stadtrömische Verhältnisse noch recht wenige Besucher anzieht und in meinen Augen nach Pompeji und Herculaneum die beeindruckendste Ausgrabungsstätte Italiens ist. Recht amüsant ist zudem der Blick auf eine moderne Landkarte. Denn dieser zeigt, wie viele Kilometer der ehemalige Römerhafen Ostia Antica heute vom Mittelmeer entfernt liegt.

Die Anfahrt ist dank des toll ausgebauten Schienennetzes Roms recht einfach und vor allem billig zu bewerkstelligen. Von der Station Roma Ostiense/Metro B Station Piramide geht die Lido Bahn direkt in knapp 30 Minuten nach Ostia Antica. Roma Ostiense ist dabei auch per Zug von Stazione Termini oder Stazione San Pietro am Vatikan problemlos zu erreichen.

Nachdem sich die Besucher spätestens anschließend ans Theater im weitläufigen Gelände des antiken Ostia verlaufen, bekommt der Aufenthalt fast schon Abenteuercharakter. Denn abseits der wenigen offensichtlichen Hauptwege kann man teils ganz allein durch die Ruinen der antiken Stadt wandern und findet dabei neben Mauern auch Mosaike, Vorratsamphoren oder aber antike Toiletten. Durch die Größe der Anlage ist es aber dringend zu empfehlen, gerade im Sommer, ausreichend zu trinken mitzunehmen, denn wer wirklich interessiert ist und nicht nur die zahlreichen, teils ausgeschilderten, Highlights abklappern möchte, wird sich mehrere Stunden problemlos in Ostia Antica aufhalten können.

Das Domus della Fortuna Annonaria
Blick auf das Häusergewirr Ostias

Noch beeindruckender wird es dann, wenn man die andere Seite der Ausgrabung erreicht hat, wo teils noch mehrstöckige Gebäude stehen, die man teilweise sogar offiziell besteigen kann, was einen hervorragenden Blick über einen großen Teil der Ausgrabung ermöglicht.

Blick zurück Richtung Theater

Aber auch in den Gebäuden kann man heute noch die teils prachtvollen Mosaike, farbenfrohe Wandmalereien und ganze Handwerksgebäude besichtigen, die einen lebhaften Eindruck vom Leben und Arbeiten der Bewohner vor 2000 Jahren ermöglichen.

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